Die Einrichtung in Wolgast-Nord praktiziert Leseförderung ab dem Vorschulalter

Schüler der Klasse 5c der Regionalen Schule Kosegarten waren gestern gruppenweise auf Entdeckungstour in der Wolgaster Stadtbibliothek. Leiterin Dr. Angela Rambow zeigte ihnen, wie man sich am besten in der Ausleihe zurechtfindet und ohne langes Suchen an die gewünschte Literatur gelangt. Einige Mädchen und Jungen deckten sich mit Sachbüchern rund um das Thema Weltraum ein und trugen allerlei Wissenswertes darüber zusammen. Ein weiteres Thema drehte sich um den menschlichen Körper. Leseproben lieferten die Schüler als Fernsehsprecher vor Publikum, wobei ein mannshohes Skelett über ihren Auftritt wachte.


„Uns geht es darum, die jungen Leute spielerisch für das Lesen zu begeistern, ihnen zu zeigen, dass es Spaß macht, sich mit Büchern zu beschäftigen“, erläuterte Angela Rambow. In Zeiten, in denen Kinder medial mit zunehmend schnellen Taktfrequenzen konfrontiert würden, falle die Konzentration während einer Lesestunde nach herkömmlichem Muster schwer. Mit kreativen, lockeren Einlagen und Bewegungsspiel gelinge es besser, das Interesse der Schüler wachzuhalten.
Die Bibliothek an der Hufelandstraße bietet Kindern, Jugendlichen und Senioren ein vielfältiges Leseförderungsprogramm an. „Mit neun Schulen der Region, neun Kindertagesstätten sowie vier Seniorenbetreuungsstätten und -heimen bestehen Kooperationsverträge“, konstatiert die Leiterin. Ob Bibliotheksführerschein für Vorschulkinder, Lesekompass für die 1. und 2. Klassen oder „Rasende Reporter“ für die Fünftklässler – die Aktionen, dies zeigte sich auch gestern wieder, ernten Zuspruch und regen zum Mitmachen an, was ausdrücklich gewollt ist.

Auszug aus: OZ vom 28.02.2018,Tom Schröter